Einer unserer zahlreichen Verbesserungspunkte, welche wir uns bei der Optimierung des Vorjahresfahrzeuges TOMSOI I gesetzt hatten, war die Gewichtsreduzierung. Unter anderem wurde in diesem Zusammenhang, durch Verwendung der bereits aus dem Vorjahr bestehenden Negativformen, eine neue Karosserie gefertigt, in welcher erstmalig auch der Werkstoff Kohlefaser verbaut wurde. Die im Verhältnis zur Glasfaser geringere Dichte der Kohlefaser, bei gleichzeitig höherer Steifigkeit des Verbundes, setzten wir gewichtsoptimierend für die abnehmbare Nase und die Heckverkleidung des Rennwagens ein. Während die Vorjahreskarosserie noch mittels des gewöhnlichen Handlaminierens hergestellt wurde, haben wir uns bei TOMSOI I Revolution bereits der Vakuumpresstechnik beholfen. Nach wie vor werden die Gewebematten aus Kohle- und Glasfaser bei diesem Verfahren manuell in die Form eingelegt und mit entsprechendem Harz bestrichen. Hinzu kommt jedoch ein nachträglich aufgebrachter Vakuumaufbau, bestehend aus Abreisgewebe, Lochfolie, Saugfließ, Vakuumfolie und Dichtband, mit dessen Hilfe mittels einer Vakuumpumpe ein Flächendruck von maximal 1 bar auf die Laminatoberfläche aufgebracht werden kann. Überschüssiges Laminierharz wird durch das Saugfließ aufgenommen und kann nach der Aushärtung entfernt werden. Durch dieses Verfahren war es uns möglich den Faservolumenanteil unserer Bauteile zu erhöhen und gleichzeitig drastisch Gewicht einzusparen. Hinzu kam der Austausch der Aluminium-Unterbodenabdeckung unseres Rennwagens durch eine Kohlefaserplatte, die wir mittels des Vakuumpressverfahrens selbst hergestellt hatten.