Beim Design unseres ersten Formula Student Boliden versetzten wir uns in die goldene Ära des Motorsports der 60er und 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück. Klassische Formen und gerade Linien prägten das Erscheinungsbild der damaligen Formelrennwägen. Aufgrund der klassischen Linienführung war es uns möglich, die Negativformen der Karosseriesegmente ohne die Unterstützung von CNC-gesteuerten Fräszentren herzustellen. Lediglich die Form der Nase und ein Teil der oberen Frontabdeckung wurden aus dem industriellen Modellbau bekannten Kunststoff-Blockmaterial CNC-gefräst. Mittels der CAD-Konstruktion unserer Karosserie leiteten wir sogenannte Spanten-Pläne ab und fertigten die Laminier-Formen aus Pressspanplatten und Kunststoff-Blockmaterial selbst. Handwerkliches Geschick sowie professionelle Vorarbeit im CAD halfen uns bei der raschen Umsetzung des Formenbaus. Mittels des herkömmlichen Handlaminier-Prozesses von Glasfasergewebe mit Polyesterharz entstanden die ersten GFK-Bauteile der Außenhaut. Nach anschließendem Beschneiden und Verschleifen wurden alle Karosseriesegmente samt Seitenkästen an das Chassis unseres ersten Rennwagens TOMSOI I angepasst und mittels Klipsen und Schrauben befestigt. Direkt im Anschluss an die Anpassungsarbeiten wurde unsere Karosserie für die Lackierung vorbereitet und in einem klassischen Weiß lackiert.