

Wie bereits bei den vorgehenden Fahrzeugen dient der Yamaha R6 Motor als Basis unserer Antriebseinheit. Für Tomsoi II wurde das gesamte Ansaug- & Abgassystem von Grund auf neu ausgelegt.
Im Ansaugsystem wurde die Drosselklappe hinsichtlich besserer Fahrbarkeit progressiv umgesetzt. Zudem konnte die Drosselklappe entscheidend gewichtsoptimiert werden, beispielsweise durch eine einteilige Drosselwelle.
Als weitere Komponenten wurden der Diffusor und die Airbox strömungstechnisch berechnet und simuliert, um somit einen optimalen Kompromiss zwischen Leistung und Fahrbarkeit zu erzielen. So wirkt sich eine zu große Airbox leistungssteigernd, jedoch träge im Ansprechverhalten aus. Ein zu klein dimensionierter Luftsammler hat zwar eine agilere Gasannahme jedoch unter hoher Last auch eine geringere Leistung.
Als wichtigster Punkt im Ansaugsystem wurden die Schwingrohre hinsichtlich Länge und Öffnungsgeometrie optimiert. Mit den Schwingrohren wird der Drehmomentverlauf durch die Nutzung von Druckschwingungensresonanzen verbessert, was zu einer Selbstaufladung des Zylinders führt. Konstruktiv wurde ein einfaches Stecksystem realisiert.
Unter Berücksichtigung eines geringen Bauraums wurde des Weiteren das Abgassystem nahe an den Schwerpunkt konstruiert. Zusätzlich wurde die Abgaszusammenführung von einer 4 in 1 zu einer 4-2-1 Zusammenführung geändert, um auch hier die Druckwellenschwingungen optimal für das Drehmoment zu nutzen. Außerdem konnte der Endschalldämpfer nach Berechnung sowie Messung zur Gewichtseinsparung, um eine Kammer auf einen 2 Kammern-Dämpfer verkürzt werden.
Der Motor ist mit rund 60 kg (trocken) das schwerste Bauteil des Fahrzeugs, was sich deutlich auf die Lage des Schwerpunkts auswirkt. Um diesen herabzusetzen wurde eine neue Ölwanne entwickelt, die die Einbauhöhe des Motors um mehr als 30 mm verringert und somit den Schwerpunkt deutlich senkt.