Sechzehn Mitglieder unseres Teams machten sich um 10.00 Uhr auf den Weg nach Varano de‘ Melegari auf den italienischen Formula Student Wettbewerb. Die vergangenen Testtage haben wir intensiv genutzt um unseren TOMSOI III sowie die Fahrer für die nun anstehenden dynamischen Bewerbe vorzubereiten.
Nachdem wir am Abend dann endlich in Varano angekommen waren, bezogen wir zuallererst unsere Box und bauten den Campingplatz auf. Abgeschlossen wurde der Anreisetag mit einem gemeinsamen Abendessen.
Kurz nach der Teamregistrierung stand für unseren Boliden das Scrutineering (Technische Abnahme) bevor, welches wir mit Bravour beim ersten Durchgang bestanden. Hier zahlte sich die gründliche Vorbereitung aus und so konnten wir bereits am Nachmittag mit dem Tilt-, Noise- und Brake-Test fortfahren.
Beim Tilt-Test wird das Fahrzeug um bis zu 60° gekippt, wobei keinerlei Flüssigkeiten austreten dürfen. Dies war selbstverständlich nicht der Fall und so konnten wir direkt im Anschluss mit dem Noise-Test fortfahren.
Dabei wird die Lautstärke des Rennwagens während einer definierten Leerlaufdrehzahl gemessen. Im Falle unseres Vierzylinder Yamaha Motors beträgt die Drehzahl 10.500 1/min. Der Grenzwert von 110 dB wurde von uns um 4 dB unterschritten und somit lagen wir unterhalb des Limits.
Während des Brake-Tests wird das Fahrzeug auf eine Geschwindigkeit von ca. 40 km/h beschleunigt und abrupt abgebremst, wobei alle vier Räder blockieren müssen. Auch diese Abnahme bestanden wir, wie auch schon das Scrutineering, wieder beim ersten Durchgang.
Parallel zu den technischen Fahrzeugabnahmen präsentierten wir am Nachmittag des Weiteren unseren aktuellen Business-Plan. Als virtuelles Entwicklungsunternehmen müssen hierbei fiktive Investoren von einer Kleinserienproduktion des Rennboliden von 1.000 Einheiten bestmöglich überzeugt werden. Mit unserer aussagekräftigen Marketing- und Verkaufsstrategie, welche explizit auf unser Fahrzeug und dessen zukünftige Käuferschicht zugeschnitten ist, konnten wir die Judges überzeugen und haben so einen guten 22. Platz von 56 teilnehmenden Teams erreicht.
Am Abend werden wir uns beim gemeinsamen Grillen nochmals stärken, um uns im Anschluss auf den folgenden Tag vorbereiten zu können. Neben dem Design Event, welches gleich am frühen Vormittag stattfinden wird, werden wir uns am Nachmittag auch der Cost Discussion stellen sowie den Real Case präsentieren.
Parallel zu den technischen Fahrzeugabnahmen präsentierten wir am Nachmittag des Weiteren unseren aktuellen Business-Plan. Als virtuelles Entwicklungsunternehmen müssen hierbei fiktive Investoren von einer Kleinserienproduktion des Rennboliden von 1.000 Einheiten bestmöglich überzeugt werden. Mit unserer aussagekräftigen Marketing- und Verkaufsstrategie, welche explizit auf unser Fahrzeug und dessen zukünftige Käuferschicht zugeschnitten ist, konnten wir die Judges überzeugen und haben so einen guten 22. Platz von 56 teilnehmenden Teams erreicht.
Am Abend werden wir uns beim gemeinsamen Grillen nochmals stärken, um uns im Anschluss auf den folgenden Tag vorbereiten zu können. Neben dem Design Event, welches gleich am frühen Vormittag stattfinden wird, werden wir uns am Nachmittag auch der Cost Discussion stellen sowie den Real Case präsentieren.
Nachdem wir uns am Vorabend nochmals intensiv vorbereitet hatten, stellten wir uns gleich morgens um 10.00 Uhr dem Design Event. In dieser statischen Disziplin rechtfertigten wir unsere Gesamtkonstruktion und stellten die einzelnen Highlights des Rennfahrzeugs vor.
In der aktuellen Saison legten wir ein besonderes Augenmerk auf den durchgängigen Leichtbau des kompletten Fahrzeugs. Das Gesamtgewicht unseres TOMSOI III liegt bei 247,5 kg und somit konnten wir uns im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern. Das niedrige Gesamtgewicht trägt unter anderem zu einem agileren Handling des Fahrzeugs auf der Rennstrecke bei. Ein harmonisch optimiertes Antriebsmoment über das komplette Motorkennfeld sowie geringe Lenk- und Bremskräfte tun ihr übriges. Die vom Fahrercockpit aus verstellbare Pedalbox, das Carbon-Fahrwerk mit eingeklebten Aluminiuminserts, eine optimierte Nockenwellengeometrie sowie die sehr leichte Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und ein selbstentwickeltes Telemetrie-System, bekannt aus der Formel 1, präsentierten wir als weitere Highlights unseres diesjährigen Rennfahrzeugs.
Im Design-Event erreichten wir von 56 teilnehmenden Teams den 33. Platz.
Um 14.30 Uhr stand für unser Team das Cost Event an, welches mit der Cost Discussion am Fahrzeug begonnen wurde. Der zuvor eingereichte Cost Report, bestehend aus 337 einzelnen belegten Seiten, wurde von den Judges im Vorfeld genauestens begutachtet und direkt am Boliden überprüft. Im Cost Report wird, ausgehend von jeder einzelnen Schraube bis hin zur Komplettbaugruppe, jedes einzelne Bauteil kostenmäßig erfasst. Hinzu kommt die Einteilung der jeweiligen Fertigungsverfahren, ausgehend von einer Kleinserienproduktion unseres Rennwagens von 1.000 Einheiten.
Direkt im Anschluss wurde von zwei Teammitgliedern das ausgearbeitete Real Case Scenario vorgestellt, bei welchem eine Kostenreduzierung des Lenksystems um mögliche 20% präsentiert werden musste. Das Themenfeld des Real Case Scenarios wird den Teams erst kurz vor Wettbewerbsbeginn mitgeteilt und fordert, auf Grund der kurzfristigen und knappen Bearbeitungszeit, sehr viel Flexibilität.
Im Cost Event erreichten wir von 56 teilnehmenden Teams, den 37. Platz.
Am heutigen Sonntag fanden die ersten dynamischen Disziplinen des Wettbewerbs statt.
Beim Acceleration Event, dem Beschleunigungsrennen über 75m, fuhren wir eine Zeit von 4,08 Sekunden und konnten damit den 16. Platz belegen.
Beim Skid Pad, die statische Kurvenfahrt einer liegenden Acht, fuhren wir mit der Zeit von 5,2 Sekunden den 23. Platz ein.
Im Anschluss an die ersten beiden dynamischen Events stärkten wir uns zunächst einmal mit einem kleinen Mittagessen, um am Nachmittag auch noch die dritte Disziplin, den Autocross, in Angriff nehmen zu können. So begaben wir uns um kurz nach 15.00 Uhr für den ersten der vier Durchläufe auf die Strecke.
Beim Autocross Event erreichten wir Platz 40.
Unsere Strategie in Bezug auf die zeitliche Planung der dynamischen Disziplinen ging auf und somit hatten wir, im Gegensatz zu anderen Teams, großes Glück und konnten alle dynamischen Bewerbe auf trockenem Asphalt fahren.
Gegen Abend sorgte dann jedoch der starke Regen nicht nur für eine Überschwemmung der Box, sondern überflutete auch unser Zelt auf dem Campingplatz. Somit freuten wir uns alle ganz besonders auf das gemeinsame Abendessen in einer kleinen Pizzeria, unweit vom Campingplatz in Varano de' Melegari.
Bereits um kurz nach 8.00 Uhr machte sich der Großteil unseres Teams auf den Weg in die Box, um sich auf die letzte Disziplin des Wettbewerbes, den Endurance, vorzubereiten. Hierbei muss das Rennfahrzeug eine Distanz von insgesamt 22 km zurücklegen.
Gegen 11.00 Uhr war es dann soweit und unser erster Fahrer startete in die erste, von insgesamt 15 von ihm zu fahrenden Runden. Nachdem wir auch den Fahrerwechsel ohne Probleme gemeistert hatten und am Fahrzeug keinerlei technische Probleme auftraten, konnten wir nach weiteren 15 Runden voller Anspannung endlich erleichtert aufatmen.
Wir hatten es geschafft und zusammen mit 17 weiteren Teams die Königsdisziplin der Formula Student, den Endurance, erfolgreich zu Ende gefahren!
Damit belegten wir bei 50 angetretenen Teams den 10. Platz.
Bevor es auf die Start-Ziel-Gerade der Rennstrecke zum Panoramafoto mit allen teilnehmenden Teams und Fahrzeugen ging, wurden nun auch die Gesamtergebnisse veröffentlicht. Kurz im Anschluss stand die große Siegerehrung an.
Wir sind sehr stolz, dass wir in der Gesamtwertung von 56 teilnehmenden Teams einen 11. Platz erreicht haben.
Bevor es nun zum Abendessen und verdienten Feiern auf den Campingplatz geht, muss erst noch die Box ausgeräumt und unser TOMSOI III sicher im Transporter verstaut werden. Morgen wird dann auch auf dem Campingplatz wieder alles in die Autos verladen und wir werden uns auf den Heimweg machen.